Unternehmenskauf in 4 Monaten – Kann das gutgehen?
Shownotes
Unternehmenskauf in 4 Monaten – Kann das gutgehen? Sebastian Gouy wollte wieder unternehmerisch tätig sein, ohne eine bestimmte Branche vor Augen. Der Inhaber eines Herstellers von Reinigungstextilien suchte einen Geschäftsführer – doch dann kam alles ganz anders. Viele glauben, dass es sich bei einem internen oder externen Nachfolgeprozess um einen überwiegend rationalen, faktenorientierten Prozess handelt. Unsere Erfahrung aber zeigt, dass es sich zuallererst um einen komplexen, emotionalen Prozess handelt. Genau das war hier der Fall! Schnelles Vertrauen von beiden Seiten eröffnete die Möglichkeit, statt einer typischen Due Diligence einen kurzzeitigen Einstieg von Sebastian als Berater zu ermöglichen, um das Unternehmen kennenzulernen. Das jeweilige Ego rauszunehmen, die Bedürfnisse der jeweils anderen Seite zu erkennen waren Grundlage einer zügigen Vereinbarung zum Kaufpreis, die so zu Beginn noch nicht absehbar war. Im Prozess wurde es dem Inhaber immer klarer, dass er sich komplett zurückziehen möchte, während Sebastian mit seiner modernen Führungskultur schnell die Mitarbeiter gewann und das Unternehmen zu Wachstum und höherer Profitabilität entwickelte. Eine Geschichte zur Nachahmung empfohlen!
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00:00:03: Herzlich willkommen bei Familienunternehmen im Wandel.
00:00:14: Hallo und herzlich Willkommen zur neuen Folge von Familienunternehmen im Wanderl, dem Podcast für die gelingende Unternehmensnachfolge und eine menschenwürdige Wirtschaft in einer neuen Zeit!
00:00:28: Heute geht es wieder einmal um eine weitere Variante der Unterneemensübergabe, die sich interessanterweise im Laufe des Gesprächs auch zu einem Kulturwanderthema entwickelt hat.
00:00:42: Mein Gast dazu ist Sebastian Gouy, der eine sehr spannende und auch sehr schnelle Nachfolge gestaltet hat.
00:00:53: Ganz herzlich willkommen lieber Sebastian!
00:00:55: Vielen Dank Franz.
00:00:57: Es freut mich dass ich heute hier sein darf bei dir.
00:00:59: Ich freue mich auch ganz besonders weil das Thema Nachfolger ist ja ein präsentes Thema und es ist ja auch ein Thema das immer schwieriger wird nachfolger zu finden.
00:01:11: Aber du als Nachfolger hast eine ganz besonders schnelle und wirksame Variante gefunden.
00:01:18: Und da freue ich mich heute ganz besonders, dass wir unseren Zuhörern hier etwas vorstellen können, woran vielleicht nicht jeder gleich denkt.
00:01:29: Stell dich doch mal kurz bitte vor mit deinem Unternehmen.
00:01:32: Genau!
00:01:34: Mein Name ist Sebastian Gouy.
00:01:35: Ich bin Gesellschafter- und Geschäftsführer bei der SymptoGmbH.
00:01:40: Ich komme aus München.
00:01:42: Mein Unternehmen sitzt in der Nähe von Ingolstadt und ich habe die Sympto GmbH vor zwei Jahren, also Anfang im Rahmen einer externen Unternehmensnachfolge übernommen.
00:01:54: Ich hab den Verkäufer meinen Vorgänger kennengelernt wahrscheinlich Anfang November im Jahr davor und wir waren am dreißigsten April beim Notar.
00:02:07: Das nochmal ganz kurz!
00:02:08: Weil du gesagt hast, das ging so schnell.
00:02:10: Was machen wir?
00:02:11: Das
00:02:11: sind natürlich bei vier Monaten.
00:02:13: Genau!
00:02:14: Ich war sogar viel früher im Unternehmen schon.
00:02:17: Was macht die Sympto GmbH?
00:02:19: Wir stellen Reinigungstextilien her und haben einen Produktionsstandort auch in Deutschland.
00:02:24: Also wirklich in der Nähe von Burgheim produzieren wir auch.
00:02:26: Haben noch einen zweiten Standort in Tschechien.
00:02:30: Wir fokussieren uns also auf die Produktionen in Deutschland und Europa.
00:02:34: Das ist auch meine Strategie für die Zukunft.
00:02:38: Das hatte mein Vorgänger ein bisschen anders gemacht, aber ich sehe dafür uns großes Potenzial dass das da in diese Richtung weitergeht.
00:02:45: Wie gesagt Ich bin jetzt seit zwei Jahren dabei habe schon sehr viele Einblicke gewonnen Gewinnen können und Bin gespannt jeden tag wie es weiter geht weil die zeit steht ja nicht still um uns rumgeschehen.
00:02:58: Dinge Die jeden Tag uns reagieren oder mich reagieren lassen auf das was so von außen kommt.
00:03:05: Ja das ist auch sehr ermutigend zu sehen, dass auch in diesen schwierigen Zeiten es sich immer noch Menschen und immer wieder.
00:03:12: Und teilweise sogar in manchen Ecken – ich war gerade auf einem Event vorgestern wo sie ist, drei Tausend neue Start-ups hier im Großraum.
00:03:23: Ich glaube das war Bayern dann schon toll zu sehen ,dass sich auch Menschen in den schwierigen Zeiten aufmachen und in die eigene Gestaltungsfreiheit gehen.
00:03:39: Sag mal noch einmal, was hat dich begeistert?
00:03:41: Was hat dich dazu gebracht diesen Schritt zu gehen.
00:03:45: Ich bin schon lange begeisterter Unternehmer.
00:03:50: ich habe vor zehn Jahren mittlerweile vor elf Jahren mein erstes eigenes Unternehmen gegründeten Startup hab in den letzten elf Jahren Verschiedenes Start-ups gegründet und unterschiedlich einmal Insolvenz anmelden müssen, auch einmal habe ich es verkauft.
00:04:07: Und war zuletzt dann zweimal als Fremdgeschäftsführer in Unternehmen und hab da jedes Mal gemerkt dass mir die Entscheidungsfreiheit und einfach sowohl die Verantwortung fürs Gesamtunternehmen als auch meine eigenen Entscheidungs Freiheit gefehlt hat aber die Gesellschaft damit jedes mal den goldenen Stern verleihen wollten, weil sie gesagt haben ich mach das so gut.
00:04:31: und da habe ich mir gedacht warum soll ich das denn für einen Fremdgesellschaft machen?
00:04:35: Ich hab da Lust es auch selber diesen Sprung zu wagen im Rahmen einer Nachfolge wo natürlich auch Risiken mitkommen.
00:04:44: Das war mir dann klar.
00:04:45: aber die Risiken kann nicht oder konnte ich abschätzen und hatte einfach Lust mich selbst zu verwirklichen mit dem Rückenwind den ich eben davor von anderen Leuten bekommen habe.
00:04:55: Und da habe ich mich auf die Suche gemacht, dann nach einem Unternehmen, wo ich sowohl Übernehmer bin als auch Geschäftsführer.
00:05:06: Jetzt ist es ja so!
00:05:07: Ich werde immer wieder gefragt von potenziellen Nachfolgern ob ich nicht unternehmen kenne, die zum Verkauf stehen.
00:05:17: Ich sage, das mache den Verkaufen nicht... Und da ist es oft so, dass die eine ganz bestimmte Vorstellung haben zu sagen ich möchte ein Automobilzulieferunternehmen gehen oder ich möchte nicht.
00:05:29: Das war bei dir jetzt ganz anders?
00:05:30: Beschreib doch mal deinen Selektionsprozess sozusagen!
00:05:34: Das war mit mir tatsächlich ganz anders weil ich auch nicht meine gesamte Karriere in einem Feld verbracht habe sondern weil ich inhaltlich die Themen meiner Unternehmungen sich immer wieder gewandelt haben Und ich dachte mir, wieder bereit war neue Wege zu gehen.
00:05:49: Deswegen war mein Suchfeld natürlich eine gewisse Größe mit Definition Umsatz zwischen einem Million und fünf Millionen umsatz zwischen zehn und fünfzig Mitarbeitern war so ein Zufeld.
00:06:03: von der Branche oder von der Industrie habe ich gesagt es ist mir eigentlich egal Ich muss es nur verstehen können was da passiert.
00:06:11: also das darf kein hoch wissenschaftliches Thema sein wo ich nicht verstehe worum es geht und auch wie die Regularien sind, sondern es muss ein Thema sein was sich verstehen kann.
00:06:20: Wo ich wenn ich mit einem Kunden spreche und der mir seinen Nutzen den er sucht erklärt Ich sagen kann okay das habe ich von dir verstanden Das war für mich das wichtigste so war mein Selektionskriterium.
00:06:32: Und dass ich dann da am Ende im Reinigungstextilienmarkt landet das waren wir davor überhaupt nicht klar.
00:06:37: Da hatte ich nämlich noch keinen Berührungspunkt davor damit.
00:06:41: Den hat man im Alltag ja auch nicht.
00:06:42: Das ist erst, seitdem ich das mache.
00:06:44: Dass sich überall hinschauen natürlich und sehe eigentlich dass an jedem Gebäude in überall wo man isst wird geputzt also gerade den öffentlichen Gebäuden in Kliniken und so weiter da wo wir uns bewegen Und das ist ein sehr sehr spannendes Feld was uns alle betrifft Was aber einfach nicht sichtbar ist im Alltag und deswegen fand Ich es auch dann super spannendes Thema und habe mich da jetzt auch wirklich die letzten zweieinhalb Jahre richtig eingegraben und Es macht mir auch wahnsinnig Spaß.
00:07:12: Also es ist so, dass ich wirklich begeistert auch bei unseren Kundensitze und überzeugt unser Produktverkauf.
00:07:19: Und jetzt nicht einfach nur weil's mich nichts angeht oder weil ich das Produkt jetzt nicht von aus dem Studium schon kennen.
00:07:26: Ich sage okay, ist mir egal, ich verkaufe ein paar was sondern ich kann wirklich aus Überzeugung sitz' sich beim Kunden.
00:07:32: Das höre ich ja auch und ich seh dich ja auch hier bei der Aufnahme im Distraal.
00:07:36: Es ist ja auch mit jeder Faser deines Deine Science aus, dass du einfach Freude daran hast und es eben nicht nur um möglichst viel Umsatz- und Gewinn geht sondern das einfach die Arbeit dir auch als Unternehmer sehr viel Freude macht.
00:07:51: Sag noch mal welchen Hintergrund hast Du mitgebracht?
00:07:55: Ich bin Studierter Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht studiert.
00:08:02: Ein Doppelstudium quasi angefangen dann im Finanzbereich, also war ganz am Anfang Unternehmensberater für Finanzen und das ist auch mein Hintergrund.
00:08:11: Also der kaufmännische Bereich ist eher das wo ich herkomme und Produktbereich ist das was ich lerne und wo es im Unternehmen bei mir jetzt zum Beispiel auch Spezialisten gibt dafür.
00:08:21: Es gibt Produktionsleiter die sich mit den Materialien und mit der Produktion auskennen, es gibt Vertriebsexperten die sich Ich will auch gar nicht überall in die allertiefste Tiefe rein, sondern ich bin froh, dass wir andere Kolleginnen und Kollegen haben, die da Verantwortung übernehmen.
00:08:42: Und die das mit mir gemeinsam machen wollen diesen Weg.
00:08:45: Also eine Ermutigung für alle, die jetzt ein Unternehmen suchen und sich vielleicht bis jetzt eng festgelegt haben.
00:08:52: Probiert es doch mal so wie der Sebastian?
00:08:56: Einfach mit dem unternehmerischen Geist und lasst euch dann überraschen, was für eine tolle Produkte es gibt, die normalerweise kein Mensch beachtet.
00:09:05: Und dort ein starkes neues Lernfeld zu finden.
00:09:10: Ja erzähl doch mal wie habt ihr denn diese Nachfolge strukturiert?
00:09:14: Wie bist du da eingestiegen?
00:09:16: Was habt ihr vereinbart in dieser kurzen Zeit von vier Monaten?
00:09:23: Wir uns kennengelernt haben im November und ich meinen ersten Tag Anfang Januar schon im Unternehmen hatte.
00:09:31: Ich fand grundsätzlich, also wir haben uns persönlich kennengelernt über die IHK.
00:09:36: Wir haben uns menschlich sehr gut verstanden.
00:09:38: und dann hat der Verkäufer mich gefragt ob ich nicht Interesse habe als Vertriebsgeschäftsführ bei ihm anzufangen oder einzusteigen.
00:09:46: Und ich hab gesagt du das Gespräch fühle ich natürlich gerne einfach mit mir anschauen was du auch so machst.
00:09:51: Und in dem Gespräch ist aber sehr schnell rausgekommen, dass er eigentlich gar kein Geschäftsführer sucht.
00:09:55: Sondern das er eigentlich wenn im besten Fall auch jemand sucht der das gesamte Unternehmen übernehmen möchte.
00:10:01: und dann habe ich natürlich eine Anforderungsliste gehabt an Unterlagen die ich brauche um das Unternehmen zu verstehen analysieren zu können Die klassische due diligence die man halt von außen macht.
00:10:11: und da hat er mir dann gesagt diese ganzen unterlagen die dich bräuchte die hat er nicht parat Die kann er mir jetzt so nicht liefern.
00:10:20: Wenn er die hätte, könnte das ja einfach weiterlaufen lassen.
00:10:23: und dann habe ich kreativ oder haben wir beide kreative drüber nachgebracht.
00:10:27: was für Möglichkeiten gibt es denn?
00:10:28: Für mich ist das Unternehmen kennenzulernen ohne diese ganzen Unterlagenstudium.
00:10:32: Und dann kamen wir auf die Idee Ich gehe als Berater oder in einer beratenden Funktion ins Unternehmen darf mich von Tag eins an mit allen austauschen und übernehme schon die ersten Aufgaben und entscheide auch schon lerntes Produkt kennen die Mitarbeiter die Kunden.
00:10:48: Deswegen haben von kennenlernen bis zum, ich hatte meinen ersten vollen Tag dort als Berater waren wahrscheinlich fünf oder sechs Wochen vergangen.
00:10:56: Und dann war die Idee wir setzen uns einen sehr engen Zeitplan das sich ein Monat dort bin nach einem Monat entscheide ich mich möchte ich übernehmen oder nicht kann ich mir vorstellen.
00:11:06: und dann haben wir gesagt im zweiten Monat überlegen wir uns eine Kaufpreis Range die das Unternehmen wert sein kann Und am Ende des zweiten Monats haben wir dann quasi das fest.
00:11:17: Im dritten Monat erstellen wir die Verträge und gehen am Ende zum Notar, so bei unser Zeitplan.
00:11:24: Wir haben es nicht ganz geschafft.
00:11:25: Am Ende des vierten Monats waren wir beim Notar aber nicht weil wir uns irgendwie uneinig gewesen wären.
00:11:32: Wir sprachen sehr offen jeden Tag.
00:11:36: Ich habe immer wieder meine Learnings mit ihm geteilt auch... ... positive Dinge, die ich gesehen habe.
00:11:41: Auch negative Dinge, ... ... die man natürlich sofort sieht... ... wo auch dann eine Kaufpreisvorstellung zum Beispiel beim Verkäufer,... ... die am Anfang relativ hoch waren und im Endeffekt das Doppelte von dem, worauf wir uns dann geeinigt haben.
00:11:56: Ich eben gesagt habe es passt einfach nicht zu dem was ich hier sehe.
00:11:59: Das passt einfach nie in das Bild, was sich mir hier im Alltag zeigt.
00:12:07: Und da aber haben wir uns so drauf geeinigt Ich habe das auch verstanden, er wollte halt diesen höheren Kaufpreis.
00:12:13: Er hat sehr viel vorbereitet die letzten Jahre viele Dinge, die sich dann realisiert haben auch.
00:12:18: Also jetzt im Nachhinein kann man sagen es ist tatsächlich so passiert.
00:12:21: also Die Projekte die angefangen wurden kommen jetzt auch und realisieren Umsatz.
00:12:26: aber das kann ich natürlich bevor ich unterschreibt nicht sehen.
00:12:28: Das konnte ich natürlich nicht messen, da konnte ich den Kunden auch nicht fragen Unterschreibt ihr jetzt oder nicht?
00:12:33: Und deswegen haben wir uns darauf geeinigt dass er einen relativ großen Teil des Kaufpreises variabel bekommt.
00:12:40: Und ich im Endeffekt nur ein Drittel des Kaufreises sofort bezahlt habe, dann ein drittel des Kaufpreises kriegt er über fünf Jahre und ein Drittel des Kaufkreises ist hundert Prozent variabel.
00:12:50: das heißt im Erfolgsfall kriegt der da alles davon wenn es wirklich super gut läuft.
00:12:56: über die fünf Jahre kriegt ihr dieses Drittel noch ausgezahlt.
00:12:59: aber wenn's eben nicht so gut läuft dann hab' ich die Sicherheit auch, dass sich jetzt nicht das ganze Cash aus dem Unternehmen rausziehen muss.
00:13:04: ... um dann einen Kaufpreis zu bezahlen, der möglicherweise zu hoch war.
00:13:10: Also so ist das für mich gut,... ... weil ich Handlungsfreiheit habe... ...für den Verkäufer gut, weil er eben dann doch nahe an diese Zahl hingekommen ist,... ...die er sich vorgestellt hat.
00:13:19: Was wir auch immer wieder gelernt haben, dass da sehr viel Ego-Themen mitspielen bei uns beiden,... ...dass er einfach sehr natürlich sehr überzeugt war von sich und seinem Unternehmen ohne jetzt... das analytisch begründen zu können und ich sehr kritisch natürlich am Anfang war.
00:13:36: Und wir aber immer wieder gesagt haben, dass wir sind uns grundsätzlich einig Wir wollen diesen Deal machen.
00:13:41: Das einzige was man stoppen kann ist eigentlich ein Ego-Thema Dass unsere Egos da dazwischen springen und aus Prinzip bei irgendeiner Kleinigkeit Stoppschreien.
00:13:51: Dieses Mantra haben wir uns immer wiedergesagt.
00:13:54: Das war sehr spannend.
00:13:56: gestern erst.
00:13:58: Der Verkäufer hat immer noch einen Büro bei uns im Gebäude.
00:14:00: Ich sehe den ungefähr einmal der Woche, Entschuldigung.
00:14:05: Gestern erst kam er wieder rein und hat mir das wieder wiederholt.
00:14:09: Er hat es wieder zitiert, weil jemand anderen, mit dem er geht, dass eben bei so einem Deal einfach das Ego sehr viel im Raum stehen kann und sehr viel blockieren kann – was richtig ist meines Erachtens auch!
00:14:22: Ja, ich habe es ja auch hier schon im Podcast glaube ich ein paar Mal erzählt.
00:14:26: Ich hatte ja vor knapp zehn Jahren auch versucht mit einem Kollegen einen Unternehmen zu übernehmen und das ist tatsächlich am Ego bescheitert der Verkäuferin die einfach mal eine Zahl ins Uhr bekommen hat von einem Berater, der unrealistisch war und unsere Angebote als persönlichen man die Anerkennung und Wertschätzung genommen hat.
00:14:51: Und das hat tatsächlich dazu geführt, dass es am Ende dann nicht dazukam, dass wir da einsteigen konnten und das Unternehmen tatsächlich auch keinen externen Nachfolger gefunden hat.
00:15:04: Sag doch mal wie das bei euch möglich war in dieser kurzen Zeit?
00:15:10: Da braucht ihr sehr viel Vertrauen für diese Dinge, dass ihr dich da reinlässt.
00:15:16: Du hast ja gesagt, du bist auch zum Kunden mitgegangen.
00:15:19: Was war da im Hintergrund wirksam, dass ihr das so gut hingebracht habt?
00:15:24: Trotz all dieser großen Schwierigkeiten hat es bei der Kaufpreisdefinition oder wenn die due diligence Unterlagen in der Form, wie man es normalerweise kennt nicht vorliegen.
00:15:36: Wahrscheinlich hat dazu geführt, dass wir uns persönlich sehr gut verstanden haben und unsere Wertebasis sehr ähnlich ist.
00:15:45: Wir sind vom Stil her vollkommen unterschiedliche Unternehmer, würde ich sagen.
00:15:51: Ich bin sehr strukturiert und analytisch vielleicht ein bisschen zu gebremst und er ist eher ein Sturm-und Drangunternehmer der immer voll vorwärts präscht.
00:16:01: Deswegen also da sind wir uns überhaupt nicht einig.
00:16:03: aber unsere grundlegenden menschlichen Werte sind vollkommen.
00:16:07: kann man quasi eins zwei eins übereinander legen.
00:16:09: Offenheit Transparenz, Ehrlichkeit, Partnerschaftlichkeit ist uns beiden sehr wichtig und so kam es zustande dass er mich da reingelassen hat.
00:16:19: Das ist für mich tatsächlich ein riesen Vorteil gewesen.
00:16:22: das mich fragen auch ganz viele wie ich das geschafft habe also andere Nachfolger wie ich es geschafft hab den zu überzeugen mich da rein zu lassen weil für ihn ist es ja ein riesiges Risiko.
00:16:32: aber er hatte mir im nachhinein auch gesagt auch einfach auf seinen Menschenvertrauen gehört und auf sein Bauchgefühl gesagt.
00:16:38: Das passt einfach menschlich so gut, dass er da kein schlechtes Gefühl hatte weil theoretisch hätte ich nach drei Monaten sagen können Ich bin jetzt weg hier ist meine Abschlussrechnung.
00:16:50: Ich habe keine Lust mehr das passt überhaupt nicht.
00:16:52: oder in jedem Verhandlungsschritt Hätte ich dieses Druckmittel verwenden können Dass ich sage okay du wenn du in München näher kommst dann höre ich einfach auf ab morgen und Du machst alles wieder selber.
00:17:03: Aber da bin ich auch nicht der Mensch dafür Und das hat er offensichtlich auch gesehen und verstanden.
00:17:09: Und da war dann eben aufgrund von Menschlichkeit ist dann da diese, ist es möglich geworden?
00:17:15: Ich glaube dass Misstrauen oder wenn man jetzt jemanden misstrauisch gegenüber kann, dann kann man den nicht ins Unternehmen lassen.
00:17:22: ich würde jetzt also wenn ich jetzt aus der anderen Perspektive schaue würde ich auch nicht einfach irgendjemand in mein Unternehmen reinlassen und ab morgen quasi meine Geschäfte zu führen für mich weil ich die Sorge hätte dass der seine Position ausnutzt.
00:17:36: Also das ist tatsächlich dann Menschenkenntnis auf meiner, auf der Verkäuferseite muss man sagen auch, was er mir diese Vertrauen geschenkt hat.
00:17:45: Ja es ist schon ein ungewöhnliche Erfahrung finde ich ja ganz toll, dass er das so gut hinbekommen hat.
00:17:54: Wie hast du letztlich doch noch ein paar Dilligents Aspekte, die du auch brauchst?
00:18:00: Auch als BBLer natürlich brauchst um da ein Stück Sicherheit zu bekommen.
00:18:06: Wie ist das abgelaufen?
00:18:09: Im Endeffekt habe ich in den drei oder vier Monaten quasi eine komplette due diligence gemacht von rechtlichen Themen, Steuerfinanzen auch Kunden also und das war mir eben auch wichtig.
00:18:22: Ich bin zum Steuerberater hingefahren Und der Verkäufer hat den Steuerberater von der Geheimhaltungspflicht entbunden.
00:18:28: Er hat gesagt, du beantworte jede Frage, zeig dem jedes Konto was wir haben, zeige dem jeden Beleg, den er sehen möchte.
00:18:35: Im Endeffekt war das auch bei Kunden so.
00:18:37: Bei Kunden waren natürlich... Da war eine andere Geschichte.
00:18:40: da war das Thema.
00:18:42: ich werde einsteigen als Geschäftsführer in Zukunft möglicherweise und deswegen möchte ich jetzt auch Kunden kennenlernen.
00:18:48: und dann bin ich von zehn größten Kunden, bin ich glaube ich zu vier hingefahren Und habe mich dann einfach mit Ihnen zusammengesetzt und habe Sie gefragt, warum sie die Produkte kaufen.
00:18:57: Warum wie sie überzeugt davon sind was vielleicht auch zu verbessern würdig ist... ...und hab das Ganze dann mit dem verglichen was hat bei uns intern als Daten vorhanden war.
00:19:08: Das waren meine Commercial due diligence quasi wo stehen wir eigentlich am Markt?
00:19:13: Und dann also Finanzthemen.
00:19:15: da war ich bei der Bank und habe mir natürlich dann alle.
00:19:18: es gab am Ende schon alle Daten ... die man braucht, um Unternehmen zu führen.
00:19:22: Die waren halt nur nicht schön aufbereitet.
00:19:24: Das war halt ein wahnsinniges Sammelsurium an Dokumenten und Systeme... ...und da habe ich mich halt durchgewühlt.
00:19:30: Und das ist also wenn ich jetzt heute in Unternehmung verkaufen würde oder verkaufen müsste,... ...würde ich tatsächlich die Daten so aufbereiten und vorbereiten, dass ich auf Knopfdruck... ...die fünf oder zehn Unterlagen raus holen kann damit einen Käufer einen ersten Eindruck schon mal gewinnen kann.
00:19:49: ist, wie gesagt war damals überhaupt nicht vorhanden.
00:19:51: Am Ende habe ich alles verstanden gehabt und es war gut.
00:19:54: aber so für einen möglichen Verkäufer das wichtigste ist auch wirklich das Unternehmen noch fortzubereiten.
00:20:00: Das wirst du wahrscheinlich auch bei jeder Transaktion wo du dabei bist oder wo du berätst auch immer wieder sagen dass das ein wichtiges Thema ist.
00:20:11: Absolut, das wird fast immer zu spät begonnen.
00:20:13: Aber mit deinem schönen Beispiel sehen wir hier auch, dass es auch anders geht.
00:20:18: Also man darf nicht nur ein Mindset haben und dass es über fünf Jahre geht sondern eben auch... wenn alles passt, auch auf der menschlichen Seite über vier Monate geht.
00:20:30: Aber natürlich ist es schon sinnvoll sich vorzeitig Gedanken zu machen um eben auch all diese Unterlagen und Daten so weiter wie du gerade beschreibst einfach vorbereitend zu erstellen.
00:20:42: Und da schauen wir ganz am Ende dann noch mal drauf was du da ganz besonders empfehlen würdest
00:20:48: in
00:20:48: den Unternehmen.
00:20:50: Ich würde jetzt gerne nochmal wissen Du warst ja Quereinsteiger Wie du vorhin schon beschrieben hast.
00:20:56: Wie hast du es denn jetzt begonnen und erzählt Bösel, wie sich das entwickelt hat über die Zeit?
00:21:02: Also ich bin Querensteiger.
00:21:04: Ich habe es übernommen ohne Kenntnis aus der Reinigungsbranche.
00:21:07: Ich hatte Vorkenntnisse in der Textilbranche allerdings Bekleidungsindustrie also ganz anderes Thema.
00:21:14: Ich hab ein Unternehmen übernomen was drei Jahre lang nacheinander rückläufige Umsätze hatte war profitabel auch immer noch schön profitabel Allerdings, wie gesagt rückläufige Umsätze die Jahre davor.
00:21:29: Und wir haben es geschafft in meinem Jahr, an dem ich angefangen habe das schon zu drehen und haben jetzt die letzten beiden Jahre jeweils steigende Umsätze schon produziert durch meinen Zutun.
00:21:40: Ich muss gar nicht um ehrlich sein was ich da alles gemacht hab.
00:21:43: Ich habe sehr viel mit den Menschen geredet, habe sehr viele versucht verstehen war eben sehr viel auch bei Kunden und weil ich Quereinsteiger bin.
00:21:51: das Wichtigste für mich war zu verstehen wo ist der Nutzen?
00:21:56: Wie ich gesagt habe, es gibt Experten für Textilien, für Garnen und Vélure.
00:22:02: Das muss ich also nicht sein, sondern meine Rolle bei uns in der Firma ist das Verständnis für den Kunden zu haben bzw.
00:22:09: das war auch meine Hausaufgabe in den letzten zwei Jahren zu verstehen was unsere Kunden von uns erwarten.
00:22:14: So wie in jeder Branche wird auch bei uns sehr viel nach Asien ausgelagert von der Produktion.
00:22:24: Diesen Weg sind wir auch mitgegangen in der Vergangenheit.
00:22:27: Das habe ich aber auch umgedreht die letzten zwei Jahre, weil ich gesagt habe Wir fokussieren uns auf unsere Produktion hier in Deutschland, die man auch wirtschaftlich betreiben kann, wo man auch ein gutes Produkt zu einem Fernpreis verkaufen kann.
00:22:40: und was der Kunde wenn er wirtschaftliche denkt, auch dann tatsächlich ein wirtschaftlicher günstigeres Produkt kauft als wenn er nur Asienware einkauft ist das, was vielleicht auch funktioniert hat oder wo auch die Reise in Zukunft hingehen soll.
00:22:56: Aber dass es eben auch das Beispiel mein Vorgänger war so der hat einfach sich viel breiter aufgestellt und hat auch gesagt wir machen, wir produzieren viel in Asien, wir produzieren hier und wir schauen halt einfach wer etwas kauft.
00:23:08: Und ich habe gesagt wir fokussieren uns auf.
00:23:10: erstmal ein Thema Wir sind ja ein kleiner Mittelständler also wir machen zweieinhalb Millionen Euro Umsatz.
00:23:16: Das ist jetzt kein riesen Konzern.
00:23:19: Deshalb müssen wir uns aber auch konzentrieren.
00:23:21: Aber der Erfolg gibt uns glaube ich recht, dass das auch eine gefragte Nische ist.
00:23:27: Wir beliefern von großen Krankenhäusern in Deutschland, wir beliefern die Charité zum Beispiel, wir liefern die von den top zehn größten Gebäudereinungen an Deutschland, dürfen wir belieferen zwei oder drei Stück.
00:23:42: also von dem her bin ich da sehr zufrieden mit dem was wir gemacht haben.
00:23:44: und wie gesagt ich lerne habe die letzten zweite Jahre sehr sehr steil und sehr viel gelernt aber Lernen auch heute noch jeden Tag was Neues.
00:23:54: Das Umfeld verändert sich jeden Tag, wir haben seit Anfang des Jahres die Straße von Hormus, die nicht passierbar ist, irgendwelche Schifffahrtsrouten, die blockiert sind.
00:24:04: Unser Markt also die Reinigung, die Dienstleistung der Reinigung reagiert da sehr sensibel und auch wir müssen da auch jedes Mal schauen... ... wie entwickeln sich Kosten, wie entwickeln sich bei unseren Kunden die wirtschaftliche Lage.
00:24:19: Also deswegen... Ich würde jetzt nicht sagen ich habe alles gelernt,... ...ich werde auch in zwanzig Jahren noch sagen ich lerne heute immer noch was Neues,... ...weil es wie gesagt kein statischer Markt ist sondern das ist hoch dynamisch.
00:24:30: aber es macht mir auch sehr viel Spaß.
00:24:32: also jeden Tag auf neue Situationen reagieren... ...schauen wo geht's hin?
00:24:36: funktioniert das was wir uns vorgenommen haben.
00:24:38: wenns nicht funktioniert woran liegt können wir können wir oder müssen wir nachsteuern, wie schnell auch?
00:24:44: Weil Aktionismus bringt auch niemanden was.
00:24:47: Wir haben ja einen langfristigen Plan und ein langfristiges Ziel.
00:24:51: wo ich hinkommen möchte und das aber eben mein langfristiges Ziel ist jetzt nicht das Unternehmen schön machen und sofort wieder weiterverkaufen sondern mein langfristiges Ziel ist Unternehmer sein und das habe ich im Vorgespräch schon gesagt.
00:25:04: Ich bin auch in zwanzig Jahren noch Unternehmer.
00:25:07: Also meine unternehmerische Reise ist noch lange nicht vorbei, die fängt eigentlich ja gerade erst an und deshalb denke ich und plane mich auch langfristig.
00:25:18: Jetzt habe ich bei der Einleitung gesagt dass aus dieser Übergabe oder Nachfolge auch ein Kulturprozess geworden ist.
00:25:27: Erzähl doch nochmal, wie du sozusagen was für eine Kultur du vorgefunden hast und was du dann verändert hast.
00:25:34: Was wahrscheinlich auch dazu beigetragen hat dass er dann relativ schnell auch die Profitabilität erhöhen konnte?
00:25:42: Ja also... Die Kultur, die ich vorgefundet habe war eher eine mittelständische Kultur würde ich mal sagen.
00:25:51: Also ein Alleinentscheider der sämtliche Entscheidung bei sich zusammenführt, der auch alleine in seinem Büro sitzt wo die Tür zu ist und wenig interne Kommunikation stattfindet.
00:26:05: Es wird eigentlich maximal eine Entscheidung getroffen.
00:26:10: Und bei mir war das vom ersten Tag an so dass meine Tür offen ist.
00:26:13: mein Büro ist auch da wo alle vorbeilaufen.
00:26:16: also ich möchte gesehen werden.
00:26:18: Ich möchte dass die Leute wissen sie können jederzeit reinkommen.
00:26:21: Das hat allen sehr geholfen.
00:26:23: Es war am Anfang ja auch die Frage, ich komme da rein.
00:26:26: Da sind vierzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sie müssen sich an mich gewöhnen.
00:26:32: aber die Tatsache dass ich ansprechbar war und das ich zuhöre und dass ich Fragen stelle und die Leute mit auf die Reise nehmen hat sehr viele Leute sehr positiv gestimmt weil es eben früher überhaupt nicht so war.
00:26:47: Weil früher war's eher so es wurde in Richtung vorgegeben Da wurde nicht darüber diskutiert, sondern es war.
00:26:53: wir machen so.
00:26:54: Frage jetzt jedes Mal bei den Entscheidungen.
00:26:58: Ich frag dann unseren den betroffenen Mitarbeitern was denkt er davon?
00:27:01: Was könnte ich noch besser was könnten wir noch besser machen?
00:27:04: in welche Richtung soll das Ganze gehen?
00:27:07: und es wissen auch alle die strategische Richtung habe ich auch klar kommuniziert und hab gesagt Wir werden uns von den asiatischen Produkten Die eher wieder zurücknehmen werden uns fokussieren auf das was wir selbst produzieren was wir Selbst im Griff haben Damit die Leute auch wissen, wo kommt denn eine Entscheidung überhaupt her von mir?
00:27:23: Also mit welchem Hintergrund entscheide ich denn im Alltag.
00:27:32: Und wie gesagt das hat es auf sehr offene Ohren gestoßen und haben sich alle sehr gefreut dass ich dazugestoßen bin oder dazugekommen in die Verantwortung übernehmen wollte weil das davor eben nicht so war.
00:27:44: Ja das ist für mich als Kulturentwickler natürlich ein schönes Beispiel.
00:27:51: Und in der Tat finde ich auch praktisch immer diese Unternehmenskulturen vor, die du beschreibst.
00:27:57: Und zwar ganz egal ob es vierzehn Mitarbeiter sind oder tausend Vierhunderte.
00:28:02: und dann ist eben immer der Schritt dorthin zur Eigenverantwortung zu mitnehmen zum Zuhören, Fragen stellen, führen über Fragen so dass einfach mehr Leute gemeinsam an den Unternehlenszielen arbeiten als nur der Inhaber oder der Geschäftsführer.
00:28:20: Das hoffe ich natürlich im Alltag immer, das ist ja auch mein Ziel.
00:28:23: Ich kann gar nicht alles selbst machen und selbst entscheiden... ...ich brauche die Menschen dort!
00:28:28: Und deshalb ist mir auch wichtig dass die Leute verstehen wo die Reise hingehen soll.. ..und dass sie auch diese Entscheidung mittragen und da auch Freude daran haben.
00:28:36: Deswegen ist für mich auch ich freue mich wenn jemand kommt und sagt er möchte mehr Verantwortung.
00:28:39: also da sage ich perfekt bist genau richtig bei mir.
00:28:44: Ja, wir kommen langsam zum Ende dieser wirklich tollen Geschichte mit einer viermonatigen Übergabe.
00:28:51: Mit viel Vertrauen, mit viel Zuversicht und Kulturerweiterung.
00:28:57: Da ist wirklich eine ganze Menge passiert bei dir.
00:29:01: Und darum wie immer meine letzte Frage – was würdest du denn einem Familienunternehmer jetzt empfehlen?
00:29:07: Der so vielleicht fünfundfünfzig Sechzig ist, wenn es in Bezug auf Unternehmensnachfolge oder Übergabe geht?
00:29:18: Da würde ich wahrscheinlich zwei oder drei Tipps oder Themen da mitgeben.
00:29:23: Das hatte ich alles auch schon erwähnt.
00:29:25: also das wichtigste wahrscheinlich ist sich selbst vorzubereiten und das Unternehmen.
00:29:29: Es kommt überall immer wieder vor der Nachfolger muss verstehen können was das Unternehmen macht und wie das Unternehmen funktioniert.
00:29:37: Das bringt nichts.
00:29:38: Also mein Fall den gibt's.
00:29:40: Da muss man dann aber eben sehr offen sein dafür als Unternehmer, als der rausgehen möchte.
00:29:44: Und im besten Fall kann man sich vorbereiten und hat jetzt natürlich nicht alles perfekt, aber zumindest mal die Basisunterlagen, die man braucht.
00:29:52: Dann das zweite Thema ist frühzeitig auch drüber sprechen also auf Veranstaltungen gehen Leute kennenlernen einfach auch mal mit anderen Unternehmen, die verkaufen möchten oder aufhören möchten oder vielleicht auch schon aufgehört haben.
00:30:05: Sprechen über deren Erfahrung weil da lernt man am allermeisten Und über ein Netzwerk findet man meines Erachtens am besten oder am schnellsten auch einen möglichen Nachfolger, weil so eine Information wird ja dann weitergegeben.
00:30:22: Das Letzte ist sich eine realistische Vorstellung über den Kaufpreis machen, dass man sich wirklich irgendeinen externen Partner sucht, einen Steuerberater der einem ehrlich sagt was kann das ganze heute am Markt wert sein?
00:30:37: Viele haben Vorstellungen, die vielleicht fünf Jahre alt sind schon vor Corona noch als die wirtschaftliche Gesamtsituatione andere war und diese auch einfach mal auf dem Prüfstand stellen.
00:30:52: Ob es wirklich das ist was erzielt werden kann?
00:30:54: Ansonsten kommt nämlich ein Käufer rein und hat ein sehr niedriges Angebot und man fühlt sich verletzt durch einen Angebot oder durch den niedrigen Kaufpreis wenn der so stark ab weicht von dem, was man sich selbst vorstellt.
00:31:06: Und es gibt da auch kein Richtig und kein Falsch.
00:31:09: aber die wirtschaftliche Situation des Unternehmens muss den Kaufpreis in Zukunft ertragen können.
00:31:15: Das bringt nichts wenn jemand das Unternehmen verkauft und der Nachfolger kann es nicht weiterführen weil's einfach zu hohe Belastung durch Kredite oder Dalin oder wie auch immer ist.
00:31:26: Also das wären so drei Themen wo ich sage dass da kann man früher mit anfangen kann auch einfach einsteigen bevor man den Zeitpunkt setzt, das kann man fünf Jahre vorher machen oder vorher anfangen und es kann auch ein laufender Prozess sein.
00:31:42: Und vielleicht ergibt sich dann irgendwann was?
00:31:45: Dann ist man aber eben vorbereitet drauf.
00:31:48: Ich habe immer in meinem Prozess gesagt wir wollen die schlaufenlosen Nächte der Übergeberin nicht mit bezahlen!
00:31:58: Und wenn man die alle wegrechnet, dann bleibt eben ein realistischer Preis über das Ding, den man sonst leicht im Kopf hat.
00:32:05: Es gibt auch tolle Webseiten über Multiplikatoren von unterschiedlichen Unternehmen wo man sich schon mal in Ersten Eindbruck machen kann, wo mein Unternehmen steht.
00:32:17: Ja ich habe mich sehr gefreut Sebastian dass du heute deine Geschichte hier erzählt hast.
00:32:22: eine eher ungewöhnliche aber auch zur Nachahmung empfohlen würde ich sagen.
00:32:28: Mehr zum Thema findet ihr wie immer auf unserer Homepage bei www.wanderl.com, auf LinkedIn und YouTube oder auf deiner Webseite.
00:32:40: vielleicht magst du kurz sagen, wie man dich findet?
00:32:43: Mich findet man über LinkedIn als Sebastian Gui und ansonsten meinen Unternehmen findet man unter sympto s y m t o wobei meine Nachfolgegeschichte eher auf LinkedIn auch zu lesen ist.
00:32:56: Gut dann sage ich Dankeschön.
00:32:57: Und nachdem du ja ein fleißiger Unternehmer bist, vielleicht gibt es in ein paar Jahren wieder was Neues für uns beide zu besprechen.
00:33:05: Ich wünsche dir eine weiterhin erfolgreiche Zukunft und danke, dass
00:33:08: du heute da warst!
00:33:09: Vielen Dank dir Franz!
00:33:10: Es gibt bestimmt etwas Neues im Paar Jahr an...
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